proV-navi-Autonavigation für alle Offroadfahrzeuge
Das von HOF & TURECEK speziell zusammengestellte professionelle On- u. Offroad Navigationsystem für alle 4 x 4 Fahrzeuge und LKW für den härtesten Offroadeinsatz unter extremen Belastungen wurde von proVENTURE in der Sahara im Zuge eines Wüsten-Workshop 14 Tage lang getestet.
Dieser Test soll die Stabilität, Betriebssicherheit und Bedienbarkeit dieses Systems unter Bedingungen einer Expeditions- u. Abenteuerreise, abseits befestigter Straßen und im schweren Gelände aufzeigen.
Die Testfahrzeuge:
NISSAN Navara
D40-D D4H6 Bj: 2006
MERCEDES Unimog
1550L Bj: 2002
Beide Systeme sind baugleich und unterlagen denselben Bedingungen.
Testbedingungen:
Strecke: 3.700km Gesamt
1.900km Autobahn
1.200km Onroad in Tunesien
600km Sandwüste
Zeitraum: ca. 93H Betrieb
43H Onroad
50H Offroad
Umwelt Bedingungen:
Temperaturbereiche von -14°C bis +45°C (im Fahrzeug)
Hohe Belastung durch Sandstaub (Sandsturm 2x ca. je 3H)
Offroadbetrieb: Piste + ungespurtes Dünenfahren
Starke Sonneneinstrahlung
Start / Stopp Betrieb mehrmals am Tag (Motor AUS, beim Erkunden der Fahrspur)
Starke, permanente Erschütterungen, Prellen und Schläge
Großteils extrem niedrige Luftfeuchtigkeit
Netzgerät für Dauerbetrieb unter schwankenden Bedingungen der Stromversorgung bei hoher Temperaturbelastung (9 – 32V DC)
Im Einsatz hat sich schnell gezeigt, dass speziell im Offroadbetrieb während der Fahrt, noch andere Bedingungen zu erfüllen sind:
Gute Ablesbarkeit trotz Spiegelungen und Sonnenblendung
Bedienbarkeit der Programme
Softwarestabilität bei Fehlbedienung
Hochempfindlicher GPS Empfänger, auch für schlechte Empfangsbedingungen
Testergebnis:
TEMPERATUR:
Bei der Abfahrt aus Wien bei ca. -14°C ist zwar der Rechner und der GPS Empfänger problemlos hochgefahren, jedoch der USB HUB (Standard-Produkt) konnte nicht starten, wodurch der Touchscreen und die TTQV Tastatur nicht funktionierten.
Austausch des USB HUB auf 4 USB Anschlüsse direkt vom Rechner !
(Diese Änderung bedingt einen Umbau des Original Anschlußkabels von
2 USB + 2 COM Anschlüssen auf 4 USB Ausgänge)
Nach wenigen Minuten Fahrbetrieb und Aufheizen der Fahrerkabine hat der USB HUB dann den Betrieb problemlos aufgenommen und alle Systeme funktionierten, ohne dass ein Neustart erforderlich war.
Während der gesamten Testfase gab es keine weiteren temperaturbedingten Probleme!
MONTAGE - HARDWARE:
Es hat sich gezeigt, dass die sorgfältige Montage, vor allem des Monitors und das „Verpacken“ aller Anschlüsse in wasserdichten Elektroverteildosen sehr wichtig ist.
Es sind keine Steckverbindungen undicht geworden, oder aufgegangen.
MONITOR – BEDIENUNG:
Es hat sich herausgestellt, dass die Bedienung durch den Touchscreen und der Bildschirmtastatur für:
Administrative Tätigkeiten im Windows
Kopieren, Ein- u. Ausgabe von Wegpunkten, Tracks und Routen
Kartenverwaltung
ausreichend ist.
Bei zu sensibel eingestellter Touchscreen Software kann es zu Fehlbedienungen durch „Prellen“ kommen.
Eine Touchscreenbedienung von TTQV Funktionen während der Fahrt ist nicht zu empfehlen.
(Bessere Einstellung der Touchscreensoftware)
Dank des hohen Kontrastwertes und der Sonnentauglichkeit war das Bild immer gut zu erkennen, geringe Spiegelungen.
Für die Offroadnavigation ist TTQV installiert. Die Bedienung der Software erfolgt mit Hilfe einer speziellen TTQV-Tastatur, mit folgenden Funktionen:
Alle Karten Zoom Funktionen
Positionsverschiebung u. -zentrierung auf der Karte
Kartenwechselfunktionen
Online-Tracking Ein/Aus
Wegpunkterstellung
Tag / Nachtmodus
4 Windows Basisfunktionen
Die großen, übersichtlichen Tasten ermöglichen eine problemlose Bedienung während der Fahrt.
TTQV BEDIENUNG:
Die TTQV Software, speziell im „Online-Tracking“ Modus ist etwas instabil und setzt gute TTQV Kenntnisse voraus.
Durch Bedienungsfehler (Mehrfachbefehle und bei „Ungeduld“) kann TTQV öfters abstürzen!
(Editieren von Tracks und gleichzeitiges Aufzeichnen von Online-Tracks macht das Programm extrem instabil.)
Sichere TTQV Bedienung und Kenntnisse der Funktionen sind für eine sichere und stabile Arbeit mit TTQV unbedingt erforderlich.
(Eine Einschulung und ein Probebetrieb vor einer Reise sind dringend zu empfehlen.)
Durch diese Stabilitätsprobleme von TTQV kann es zu einem weiteren „Windows Problem“ kommen.
Bei einem „Reset“ von TTQV muss auch der GPS – USB Port neu eingerichtet werden. Die „COM-Schnittstelle“ wird zwar von TTQV erkannt, Windows verlangt jedoch jetzt das An- u. Abstecken des GPS Empfängers, um die Schnittstelle zu erkennen.
Dieser Steckanschluß ist öffnungssicher in der wasserdichten Steckerbox, meist schwer zugänglich untergebracht.
Zusammenfassung:
Der GPS Empfänger hat seine Position in wenigen Sekunden gefunden (auch als das Gerät in Genua ab- und in Tunis wieder eingeschaltet wurde). Während der gesamten Testfase hatten wir keine einzige Empfangsunterbrechung!
Der große Bildschirm mit seinen hohen Kontrastwerten und der speziellen Sonnentauglichkeit hat auch bei großer Helligkeit immer verwertbare Bilder geliefert.
Trotz der hohen Sandstaubbelastung hinterließ das oftmalige Abwischen des Bildschirms keine „Kratzspuren“.
Das oftmalige Ein /Ausschalten des Motors (Spannungseinbrüche durch das Starten) während des Betriebs hat ebenfalls zu keinen Abstürzen geführt.
Der USB-HUB (die einzige Standardkomponente) hat bei -14°C nicht gleich funktioniert und wird von uns ausgetauscht.
Der zusätzliche Betriebsschalter zum Ein/Ausschalten des Systems unabhängig von Zündung hat sich ebenfalls bewährt.
Die Bedingungen für dieses Basissystem mit noch einigen möglichen Optionen waren auf Grund der hohen Temperaturen unter Tags mit mehr als 40°C in der Fahrerkabine und bis
zu -5°C in der Nacht, sowie 2 Sandstürmen und sehr trockener, staubiger Luft recht schwer.
Trotzdem ist es zu keinen umweltbedingten Betriebsstörungen gekommen!
Die Platzierung der Komponenten in einem 4x4 PKW ist deutlich schwieriger, als in einem LKW. Individuelle Nutzungseigenschaften erschweren weiters die optimale Positionierung der Bedien- und Anzeigeelemente.
Eine genaue Planung vor der Montage ist unbedingt erforderlich!
ÄNDERUNGEN – VERBESSERUNGEN - ERWEITERUNGEN:
Zusätzliche Funktionen und Änderungen, die wir in Zukunft planen und als Optionen auch anbieten werden:
Systemstecker mit 4 USB Ausgängen (statt des HUB)
Audio OUT für Straßenrouting mit Sprachansage
BlueTooth Schnittstelle für kabellose Tastatur und Mouse
TTQV Bedienerschulung, vor allem im „Online-Tracking“ Betrieb
Neukalibrierung des Touchscreen Monitors (unempfindlicher)
Testergebnis UNIMOG:
MONTAGE - HARDWARE:
Den Monitor haben wir so platziert, dass es zu keiner direkten Sonneneinstrahlung kommen kann. Für das „Online-Tracking“, sowohl mit Detailkarten, als auch mit Satellitenbildern ist die Position gut, für Straßenrouting und Bedienung während der Fahrt zu weit aus dem Sichtbereich des Fahrers und etwas zu tief. (Eine Bedienung während der Fahrt sollte nicht durch den Fahrer erfolgen!)
Die Bedienbarkeit für den Beifahrer ist gut und unproblematisch.
MONITOR – BEDIENUNG:
Die Bedienung des Systems im Offroadbetrieb mit TTQV während der Fahrt ausschließlich über die TTQV-Tastatur, ist völlig ausreichend und unproblematisch.
Alle notwendigen Funktionen können darüber durchgeführt werden.
Administrative Tätigkeiten, wie Wegpunktbezeichnung ändern, Routen aufrufen, Tracks exportieren, etc. können im „Stehen“ über die Bildschirmtastatur am Touchscreen leicht und einfach durchgeführt werden.
Es ist während des gesamten Betriebszeitraums zu keinen Programmabstürzen, durch Doppelbefehle oder Falschbedienung gekommen!
ZUSAMMENFASSUNG - UNIMOG:
Wir sind sehr zufrieden, hatten keinen einzigen Systemabsturz, oder Probleme mit dem Starten des Systems. Alle Daten wurden lückenlos aufgezeichnet und konnten innerhalb weniger Minuten auf einen USB Stick ausgelesen werden.
Die Bedienung war sowohl für Fahrer als auch Beifahrer ohne Bedienungsfehler, leicht und problemlos möglich.
Testergebnis NISSAN:
MONTAGE - HARDWARE:
Die Montage des Rechners und der wasserdichten Steckerbox unter der hinteren Sitzbank hat sich ebenfalls sehr bewährt. Der USB HUB an der Rückseite der Mittelkonsole war auf Grund des vielen Kleingepäcks, nach kurzer Zeit schwer zugänglich.
Die Platzierung des Monitors im Handschuhfach ist für den Beifahrer ideal, aber für den Fahrer zu weit aus dem Sichtfeld.Bei Solofahrten ohne Beifahrer ungeeignet!
Neuplatzierung des Monitorsin der Mittelkonsole im Sichtfeld von Fahrer und Beifahrer
(Neue vibrationsfreie Montagevorrichtung, die dreh- u. schwenkbarist!)
MONITOR – BEDIENUNG:
Die Softwareeinstellungen des Touchscreen waren zu sensibel, dadurch kam es während der Fahrt zu Fehlbedienungen durch „Prellen“, dies hat öfters zu Abstürzen von TTQV geführt.
Die Touchscreenbedienung während der Fahrt war problematisch
(Bessere Einstellung der Touchscreensoftware)
Die TTQV-Tastatur auf der Mittelkonsole ist sowohl für Fahrer als auch Beifahrer sehr gut zu bedienen. Da die Position im Handbereich liegt, ist es zu einigen unbeabsichtigten „Tastendrücken“ gekommen.
Mehr mit der TTQV-Tastatur arbeiten
TTQV BEDIENUNG:
Doppelbefehle und der Aufruf verschiedener widersprüchlicher Funktionen gleichzeitig haben zu mehrmaligen Abstürzen der TTQV Software geführt.
Sichere Bedienung und Kenntnisse der TTQV Funktionen sind unbedingt für eine sichere und stabile Arbeit erforderlich
(Eine Einschulung und ein Probebetrieb vor einer Reise sind dringend zu empfehlen)
Durch das „Windows-USB“ Problem konnte nach einem „TTQV - Reset“, der GPS Empfänger erst wieder nach „An- u. Abstecken“ neu initialisiert werden
Die wasserdichte Steckerbox ist unter der hinteren Sitzbank, sehr „unzugänglich“ untergebracht.
(Neuer Montageort, jedoch weiterhin wasserdicht und öffnungssicher!)
ZUSAMMENFASSUNG - NISSAN:
Wenn die Software nicht abstürzt, funktioniert das System hervorragend.
Neuplatzierung des Monitors und eine bessere Zugänglichkeit der USB Anschlüsse, sind notwendig.